Letzter Kaminabend der Saison

Am 23. März luden Anne und Georg Singe aus Vechta zu einem Kaminabend in die Kommunität, um über das diesejährige Fastenthema von Misereor nachzudenken.

Zehn Menschen beteiligten sich an Andacht und Meditation zum Thema und gestalteten ihren Beitrag für die Zukunft auf einem Puzzleteil.

Nach dem Austausch darüber und dem Zusammensetzen des Puzzles können wir uns nun eine beindruckende Vielfalt unserer spirituellen Vorhaben auf dem entstandenen Plakat vor Augen halten.

Dankbar für die gute Einleitung und Führung durch den Abend genossen wir anschließend das Zusammensein am Kamin. (Das Wetter passte ja noch)

Schlauer?

Am 3. Februar trafen wir uns zum schon lang geplanten Tagesseminar:

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„Mensch  –  Cyborg  –  Roboter. Verlieren wir gerade unsere Zukunft?“

sdr

Am Vormittag führte uns Enno Park, IT Spezialist und Vorsitzender des „Cyborg e.V.“ umfassend und allgemein verständlich in die Thematik ein.

Er bezeichnet sich selbst als Cyborg, da er sein Gehör nach einer Masernerkrankung, die ihn taub werden ließ, erst durch ein Cochlea-Implantat wiedergewonnen hat.

Detaillrreich erklärte er die bisherige Entwicklung der Mensch-Maschine Ideen und legte dann seine eigenen Thesen zur zukünftigen Entwicklung, insbesondere der „Künstlichen Intelligenz“ dar.

Sie gipfelten in seinem Statment:

Sind Transhumanismus und Singularitanismus religiös/esoterisch? Jein!       

Eintreten der Singularität („künstliche Intelligenz“ übertrifft die des Menschen) und Transhumanismus wären die Realisierung einiger religiöser Vorstellungen mit technologischen Mitteln.

Kommt dann der „Homo Deus“, wie Yuval Noah Harari in seinem Buch postuliert?    ISBN 978 3 406 70401 7

Nach einer Mittagspause mit angeregten Gesprächen in unserem Weltcafé lauschten wir dann den Ausführungen von Dr. Hans-Jürgen Fischbeck unter der Überschrift „Die Natur des Bewusstseins als dem Träger der menschlichen Intelligenz im Gegensatz zur algorithmisch funktionierenden künstlichen Intelligenz“.

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Seine Thesen

– der Mensch denkt  nicht algorithmisch

– das Bewusstsein basiert auf einem makroskopischen Quantenzustand im Gehirn

– das Gehirn ist der Protokollant der Seele

– stirbt der Mensch, stirbt der Protokollat, aber nicht die Seele

Und: Die Wirklichkeit Gottes ist die Omnipotentialität des Guten!

Abschied

Am 30. Dezember haben wir in einem Trauergottesdienst in der Schinkelkirche in Joachimsthal für Claus-Dieter Schulzes Leben gedankt und sein Lebenswerk gewürdigt.

Anschließend haben wir ihn auf dem Grimnitzer Friedhof beigesetzt.

Viele Menschen nahmen von ihm Abschied und begleiteten uns, auch danach beim Zusammensein in der Kommunität. DANKE!

 

 

 

 

 

 

mde

Erntedank

Da die Schinkelkirche inzwischen endlich auch innen eingerüstet ist und wir der Restaurierung damit wieder einen Schritt näher kommen, hat der Gemeindekirchenrat der Gemeinde Joachimsthal entschieden, den diesjährigen Erntedankgottesdienst in der Kommunität zu feiern. Die einladung wurde gern angenommen und unser Seminarraum hat die vielen Gottesdienstteilnehmenden gar nicht fassen können, so dass sie auch draußen saßen.

Für den Altarschmuck und die Außendekoration haben kreative Helfer wieder ihr Bestes gegeben. Danke Eva! Und allen Spendern!

 

Anschließend labten wir uns an phantastischer Kürbissuppe im Weltcafé und saßen noch lange beim Kaffee zusammen.

(Leider hat da keiner dran gedacht, Fotos zu machen. Schade.)

 

 

300 Jahre Alte Oberförsterei Grimnitz

Heute, am Tag des offenen Denkmals, luden wir ein, sich mit der Geschichte unseres Hauses zu beschäftigen – und viele Menschen kamen, schauten, fragte, erzählten, genossen Kaffe und Kuchen, Ausstellung, Musik und Film und kauften ein im Weltladen.

Hier ein paar Schlaglichter. Aber die Geschichte passt nicht auf eine Blogseite.

Dazu lassen wir uns etwas anderes einfallen. Demnächst.

DCIM101GOPROGOPR2888.JPG (Foto: Martin Diaz)

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DCIM101GOPROGOPR2881.JPG (Foto: Martin Diaz)

Schürzen aus Afrika

Unser Weltladen (immerf freitags von 15.00 bis 17.00 Uhr) hat neue Ware bekommen:

Schürzen aus Afrika  – von Witwen im IDP-Camp Gurku/Nigeria genäht.

Das Projekt will Frauen, deren Männer von Boko Haram ermordet wurden, helfen für sich und ihre Kinder selbst sorgen zu können. Aus schönen bunten afrikanischen Stoffen haben sie nach einem Muster Herrenschürzen genäht – und dabei ein Schmunzeln ins Gesicht gekriegt: ist das Kochen doch in Afrika absolute Frauensache. Ein bisschen Sehnsucht lag wohl auch in dem Schmunzeln – schön, wenn Männer kochen wollen…

Hier zeigt Richard ein paar Beispiele. Im Laden haben wir noch mehr.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Für 15 Euro bekommt ihr so ein schönes Geschenk – und für die Näherin sind das die Schulgebühren für zwei ihrer Kinder im nächsten term.

Das lohnt doch! also: HERZLICH WILLKOMMEN IM WELTLADEN der Kommunität

Freitags von 15.00 bis 17. 00 Uhr  (oder nach Absprache)

Bürgerbrunch in Joachimsthal

Schon zum dritten Mal haben die Vereine unseres Städtchens ein Stadtfest ausgerichtet. Wir nennen es Bürgerbrunch, weil viele etwas Gutes mit auf die Tafel stellen und wir dann alle gemeinsam essen. Die Vereine bieten alle etwas an, die Angler Bier und Bratwurst, die Senioren Kaffee und Bücher, der Förderverein vom Freien Gymnasium Kräuterquarkbrote, der Tauschring Bowle und Schmalzbrote plus Trödel und, und, und und wir unseren Weltladen:

Alles wird gegen Spende „verkauft“ und die Spenden gehen immer an ein soziales Projekt. Dieses Jahr war der Bernetscher Männerchor der dankbare Empfänger.

Dieser Chor feiert heuer nämlich sein 170jähriges (!) Bestehen.

Aus diesem Anlass hat unser Claus-Dieter – als einer der jüngsten Sänger – die Festansprache gehalten.

Und natürlich wurden die treuen Liebhaber von Frau Musica auch hinreichend geehrt.

 

Ausflug

Einen Tag nach St. Johannis, am 2. Sonntag nach Trinitatis, machten wir 10 von der Kommunität nach dem Gottesdienst einen Ausflug.

Zuerst ging es nach Brodowin, dem Ökodorf im Barnim, zum Hoffest. Großer Andrang, die Straßen vollgeparkt, am Einlaß Schlangestehen. Haben wir gern gemacht, denn drinnen gab es reichlich zu sehen, zu schmecken und zu kaufen.

Unsere afrikanischen Mitglieder waren wohl von der hiesigen Viehzucht am meisten beeindruckt. Anschaulich war im Stall aufgebaut, was eine Kuh am Tag zu fressen kriegt, damit sie viel Milch gibt. Das Ergebnis ist überwältigend: im Durchschnitt geben die Kühe hier 25 Liter Milch täglich. Die beste Kuh im Stall gibt 60 l. Jeden Tag. Wow!

      (Das muss Nebay fotografieren!)

Neben Bratwurststand und Käsetheke, Gemüsebeeten, natürlichen Klamotten aller Art und viel schöner Keramik haben auch andere Tiere noch fasziniert.

     (Richard und Miguel mit Uhu)

Als es dann anfing zu regnen waren wir froh, dass wir noch einen Programmpunkt auf dem Plan hatten: In Groß Ziethen wurde heute das 300jährige Jubiläum der Einweihung der Hugenottenkirche gefeiert. Aus diesem Anlass gab es ein Konzert mit dem Barnimer Jugendorchester Eberswalde unter Leitung von Niels Templin. Wenn Jugendliche und Kinder mit ihren Lehrern klassische und moderne Musik so schwungvoll gestalten geht allen Zuhörern das Herz auf. Auch uns ging es so.

     (Sieht man doch. Oder?)

Hatte Gott nicht gesagt: du sollst den Feiertag heiligen?

Es scheint, das ist uns heute ein bißchen gelungen.